Das Dilemma des Künstlers

Das Dilemma des Künstlers

Kreativität ist hochgradig riskant, kann aber auch unglaubliche Dinge zurückgeben.

Die Wahrscheinlichkeit mit Kreativität Geld zu verdienen ist unglaublich gering, man denkt also,

es mache mehr Sinn, etwas anderes zu tun.

Aber ich spreche mal von mir:

Das kann ich nicht.

Meine Kreativität auszustellen ist in etwa so, als würde man einen Extrovertierten in eine Isolierzelle sperren.

Ich bin also auf beiden Pfaden gef***t.

Okay man denkt jetzt, das wäre ein Problem, aber das ist es nicht, weil Leben ist immer Leid.

Ich muss also einen Pfad mit dem geringsten Leid suchen.

Was bedeutet geringstes Leid?

Es bedeutet so wenig bedeutungsloses Leiden wie möglich.

Was bedeutet so wenig bedeutungsloses Leiden wie möglich?

Es bedeutet Leiden zu vermeiden, dass mich in der Ausübung von Kunst verhindert.

Und es bedeutet die notwendigen Opfer zu erbringen, um meine Kunst ausleben zu können, ohne bedeutungslosem Leiden nachgehen zu müssen.

Direktes Beispiel:

Ich musste herausfinden, wie zur Hölle ich sehr schnell mit geringem Aufwand genug Geld mache, um davon Leben zu können, damit ich nicht etwas nachgehen muss, das ich hasse und in dieser Zeit dann Kunst nachgehen kann, auch wenn ich dafür nicht bezahlt werde.

Dabei darfst du niemals moralische Gesundheit mit der Notwendigkeit zu verkaufen verwechseln. Kreativität ist kein romantisches Disneyland a la "das sollte ich nicht verkaufen".

Tust du das, bist du verdammt.

Warum ist das so unfassbar schwierig?

Der Erschaffer kreiert etwas in Ekstase.

Sein Werk kommt nicht von dieser Welt.

Er benötigt keinerlei Aufwand, denn die Kunst geschieht durch ihn.

Die Kunst braucht den Künstler, um in der Welt manifestiert zu werden.

Und der Künstler braucht die Kunst, um sich in der Welt zu manifestieren.

Und hier beginnt das Dilemma:

Er erschafft etwas, das nicht aus der materiellen Welt stammt.

Etwas, das angenehmen Schweiß und Tränen benötigt.

Das macht sein Werk per se unbezahlbar.

Kein Geld der Welt könnte es aufwiegen.

Das, was die Kunst erschuf, stammt nicht aus der Box, in die das Geld zurückkommt.

Das, was die Kunst erschuf, ist nicht weltlich, doch Geld ist weltlich.

Geld ist ein Austausch für einen Aufwand, doch Kunst ist kein Aufwand, sie ist mehr als das.

Man wird Statuen bauen und man wird ihn anbeten, doch was macht das mit ihm, außer einem Haufen voller wertlosem Ego?

Man wird ihnen Briefe schicken, wie sehr die Kunst ihr Leben verändert hat, oh wie wertlos für den Künstler.

Kunst, die "für die Welt" oder "für andere Menschen" erschaffen wird, erwartet etwas, das niemals gegeben werden kann.

Was bedeutet das alles?

Ja, es wird verdammt schwierig sein, deine Kunst auszuleben, ohne dabei zu verarmen und unterzugehen.

Ja, es wird verdammt schwierig sein, deine Kunst mit der Welt zu teilen, ohne etwas dafür zu erwarten.

Nein, deine Kunst wird dir niemals Befriedigung durch andere geben, sondern nur durch die Kunst selbst.

Nein, du hast keine Alternative.

Denn die Alternative bedeutet, dass du stirbst.

Zuerst metaphorisch, dann tatsächlich.