Wieso ich KernElemente tötete ... und dann wiederbelebte

Wieso ich KernElemente tötete ... und dann wiederbelebte

Manchmal entwickeln wir uns schneller, als andere.

Manchmal bedeutet es, viele zu enttäuschen, damit wir uns weiterentwickeln können.

Da ich Transparenz bei KernElemente groß schreibe, habe ich kein Problem damit, offen über meine Prozesse zu reden.

Berufliche Opfer wirken sich wie nichts Anderes auf unser Leben aus, denn sie sind es letztendlich, die darüber entscheiden, wie wir unser komplettes Leben führen. 

Nach 9 Monaten ändere ich meine Prozesse meine KernElemente. Hier ist warum. Und wie.

Das falsche Werkzeug

4 Jahre lang habe ich Instagram als mein Hauptwerkzeug benutzt. Es war wie der Hammer, den ich täglich bei mir hatte. 

Es fraß meine Zeit auf, aber schien mir auch etwas zurückzugeben. 

Doch ist das tatsächlich so?

Die klare Antwort: Nein. 

Ich habe täglich etwa 3 Stunden auf Instagram verbraucht, mehr oder weniger produktiv. 

Die App macht hochgradig süchtig, ich weiß das, ich erkenne es und ich kann es trotzdem nicht ändern. 

Ich habe mehrfach versucht die App nicht mehr zu nutzen oder weniger. 

Ich bin auf Werkzeuge wie PostoPlan umgestiegen, habe die App teilweise 7 Tage nicht benutzt, während trotzdem Inhalte gepostet wurden. 

Am Ende weiß Facebook allerdings, wie sie dich abhängig machen, somit bin ich doch wieder in der App gelandet. 

Ich habe keine Mitarbeiter.

Wenn ich etwas brauche, bezahle ich dafür und dann gehen wir wieder unsere eigenen Wege. 

Warum?

Weil jeder Koch mehr das Essen verdirbt. 

Selbst mit Verträgen ist mit der Komponente Mensch Stress schon vorprogrammiert. 

Das kann existenzgefährend sein und ist es meistens auch.

3 Stunden täglich auf Instagram sind etwa 1000 Stunden im Jahr.

Ich werde mittlerweile für etwa 300€/Stunde für Mentoring gebucht. 

Laut dem Investor Naval Ravikant soll man seinen Wert, den andere einem bezahlen, mit 10 multiplizieren. 

Alle Aufgaben darunter soll man abgeben oder verwerfen. 

Sich für andere aufzuopfern fühlt sich gut an. 

Bis zu einem gewissen Punkt. 

Der Grad zwischen Selbstüberschätzung und tatsächlicher Selbsteinschätzung ist extrem dünn. 

Was bin ich eigentlich Wert?

Der Dunning-Krueger Effekt besagt, dass sich Idioten für kompetent halten, da sie nicht wissen, was sie nicht wissen. 

Dann lernen sie etwas und fühlen sich inkompetent, da sie wissen, wie viel sie eigentlich nicht wissen. 

Und dann?

Ich erlebe immer wieder, wie Tyrannen einen an diesem Punkt halten wollen. 

"Nichts dann. Du bleibst bescheiden, denn du musst immer etwas Neues lernen. Verkauf dich also unter deinem Wert oder gar nicht."

Achja. 

Ganz tolle Idee. 

Es bedeutet, sein Potenzial, sein Selbst, mit all seinen Erfahrungen und Fehlern klein zu machen. 

Als ob es nichts Wert wäre, dass ich mein Leben 8 Jahre lang täglich dafür aufgeopfert habe, herauszufinden, wie man nicht verzweifelt, als ob das Nichts wäre, als ob das etwas ohne Wert wäre. 

Du glaubst, ich tue das ausschließlich für andere?

Altruismus ist größtenteils Ablehnung von egoistischen Verhaltensweisen, es ist, sich als Heiligen darzustellen. 

Hätte ich 8 Jahre lang täglich etwa 14 Stunden nur für andere geopfert, was ich heute weiß, wäre ich jetzt arbeitslos unter einer Brücke. 

Wem zur Hölle ist denn damit geholfen?

Das Werkzeug Instagram hat für mich ausgedient. 

Warum?

Weil es mich abhängig macht, was wohl mein größtes, bedeutungsloses Leid ist, da es mich davon abhält, meine Kunst mehr auszuleben (in Form von Texten oder Videos). 

Das wiegt sogar das Argument "unter Wert verkaufen" auf. 

Die falsche Zielgruppe

Der folgende Teil wird so aussehen, als ob ich nicht schätzen würde, dass Menschen mich unterstützen. 

Das risikiere ich.

Die Zielgruppe auf Instagram sind junge Menschen unter 34 Jahren.

Meine Zielgruppe ist ebenfalls in diesem Alter, aber ....

sie nutzt Instagram nicht. 

Meine Zielgruppe sind hauptsächlich Männer zwischen 28 - 35 Jahren, die ihr Leben auf eine Stufe bringen wollen, die bisher unerreichbar schien. 

Meine Zielgruppe sind High-Performer und CEO's von mittelständigen Unternehmen oder Selbstständige mit mindestens 5stelligem Gehalt. 

Warum?

Ich habe mehrere Tests auf Instagram durchgeführt. 

Wieviel sind andere bereit, für einen Online-Kurs oder andere Produkte zu bezahlen?

95% waren dazu bereit 99€ für einen Online-Kurs zu bezahlen.

0,1% waren dazu bereit, 300€ für ein Mentoring zu bezahlen. 

Wenn die 95% den Online-Kurs gekauft haben, sind alle meine Follower, wie man es in der Ökonomie nennt "gesättigt".

Was passiert dann?

Ab dann arbeite ich per se kostenlos.

Das ist an sich nicht schlimm, ich erwarte für das, was ich tue, nicht immer etwas zurück. 

Aber irgendwann kippt die Waage über. 

Nach jahrelanger Investition ist das jetzt passiert.

Instagram ist nicht die richtige Plattform für Menschen wie mich, die sich nicht unter Wert verkaufen möchten und viel Zeit brauchen, um ihre Kunst auszuleben, die die Plattform ihnen stiehlt. 

Vielleicht liege ich falsch. 

Doch die 4 Jahre auf Instagram haben mir das bewiesen. 

Die falsche Einstellung 

Letzter Punkt und der war wohl mein größter Stein. 

Manchmal wollen wir nicht loslassen, was uns beißt. 

Weil wir uns an das Bekannte gewöhnt haben. 

Weil wir Angst vor dem Unbekannten, dem Neuen haben. 

Weil wir Angst haben, dass das Neue nicht funktionieren könnte und wir das Alte, vielleicht doch erfolgreiche, verlieren könnten. 

Weil wir Angst vor Fehlern haben. 

Doch was ist die Alternative?

Was wäre meine Alternative, es nicht zu tun?

Die Alternative wäre Selbstverleugnung. 

Ich würde mich unter Wert verkaufen und damit mein Potenzial mit einem Hammer in eine Kiste schlagen, die viel zu klein dafür ist. 

Letztendlich ist es aber sinnvoller, sich gar nicht zu verkaufen, als unter Wert zu verkaufen. 

Der Schmerz ist einfach viel größer.

Die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ist die größte und schwerste Last. 

Es bedeutet, das Risiko einzugehen, unterzugehen, doch gleichzeitig auch das Risiko einzugehen, neu aufzusteigen. 

Das ist es, was der Phoenix tut, das ist es, was der Übermensch laut Nietzsche tut.

Die Marke KernElemente ist nicht tot. 

Sie wurde einfach nur neu wiedergeboren. 

"Wie würde es aussehen, wenn es einfach wäre?",
fragte sich Tim Ferriss, und ich fragte mich das dann auch. 

So würde es bei mir aussehen und so sieht es jetzt auch aus: 

Youtube:
Wöchentlicher Podcast "Die letzte Woche" und kurze Videos 

Mentoring:
Nur monatliches Abo

Instagram:
Nur Posts

TikTok:
Nur kurze Ausschnitte von Youtube

LinkedIn:
KernElemente Infos & persönliche Seite

Facebook Community: 
Nur Community sein

Patreon:
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