In der Ruhe liegt die Angst

Viele meiner Klienten bekommen besonders dann Ängste, körperliche Symptome oder Panik, wenn sie eigentlich entspannt sein sollten:

Im Urlaub, abends vor dem Fernseher, kurz vor dem Schlafengehen.

Warum ist das so?

Zwei Gründe:

1. Das Selbst wird aktiviert.

Das Selbst ist der "Kern" deiner Psyche. 

Vergraben hinter Mauern, die du in deinem Leben erschaffen hast. 

Das Selbst wird besonders dann aktiv, wenn wir nicht abgelenkt sind. 

Dann sagt es dir, was du eigentlich mit deinem Leben tun solltest. 

Tust du das nicht, entsteht eine Lücke. 

Diese Lücke zeigt dir auf, was du stattdessen tust.

Das ist Leid. 

 

2. Komplexität bricht über dich herein.

Hier habe ich bereits ausführlich über das Komplexitätsproblem geschrieben. 

Komplexität bedeutet, dass wir das Chaos der Welt nicht ausblenden. 

Wir können es ausblenden, wenn wir eine Wertestruktur haben. 

Wir haben eine Wertestruktur, wenn wir Ziele haben, auf die wir mit Disziplin und Verantwortung hinarbeiten.

Haben wir das nicht, haben wir Komplexität. 

Komplexität bedeutet:

Alles ist relevant, alles könnte dich töten. 

Wenn einen alles töten könnte, ist man sogar bei Chips und Eis auf der Couch in Todesangst. 

Und das zu Recht.