Das Komplexitätsproblem

Das Komplexitätsproblem

Zusammenfassung aus Gesprächen mit Klienten über das "Komplexitätsproblem".

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Wieso muss ich Komplexität reduzieren?

A: Komplexität bedeutet, dass alles relevant ist.

F: Ist das schlimm?

A: Stell dir vor, du fährst mit einem Boot durch einen Fluß. Überall im Wasser sind Schlangen und Krokodile. 

Alle gefährlich. 

Alle tödlich. 

Du siehst sie. Und du bekommst Angst. Natürlich bekommst du Angst, schließlich ist dein Leben auf dem Spiel. Das passiert, wenn alles relevant ist: Du fühlst dich nicht nur so, als ob du in Gefahr wärst. Du bist es tatsächlich auch.

F: Das heißt, ich sollte mich einfach weniger gefährlichen Situationen stellen?

A: Nein. Was würde passieren, wenn du dein Boot abdichten würdest, sodass du die Schlangen und Krokodile nicht mehr siehst. Wärst du dann immer noch überfordert?

F: Hm ich denke nicht. Ich sehe sie dann schließlich nicht mehr.

A: Exakt. Die Welt ist extrem komplex und gefährlich. 

Sie ist voller Chaos. Das überfordert uns. Wenn wir das Chaos allerdings so gut es geht ausblenden, sind wir gelassener, fokussierter und erreichen unsere Ziele mit viel mehr Leichtigkeit. Du musst also so viele Dinge wie möglich irrelevant machen. Und nur sehr wenige Dinge relevant.

Doch hier ist das Problem:

Du kannst nicht nur heute in Gefahr sein, sondern auch in Zukunft. 

Du lebst nicht nur jetzt, sondern auch in die Zukunft hinein.

Es kann nicht nur jetzt etwas auftauchen, dass dich töten könnte, sondern auch an jedem Punkt in der Zukunft.

Wenn du keinen Plan deiner Zukunft erschaffst, den du täglich abarbeitest, sind alle Gefahren der Zukunft relevant. 

Du kannst also wortwörtlich nur überleben, wenn du diese möglichen Gefahren der Zukunft nicht mehr wahrnimmst und das funktioniert nur durch Konzentration auf wenige Dinge, die du sehr relevant machst.

 

Wie reduziere ich Komplexität?

A: Was passiert, wenn du dich auf dein Handy fokussierst? Was passiert mit allem anderen, das um dich herum in diesem Moment geschieht? Mit all dem Chaos auf der Welt und um dich herum, das sich jede Sekunde ändert?

F: Ich nehme es nicht mehr wahr. Es findet nicht mehr statt.

A: Es findet statt, aber nicht in deiner Wahrnehmung. Das passiert, wenn wir etwas fokussieren: Wir blenden alles andere aus. Du kannst dein Leben nicht abdichten, wie das Boot, aber du kannst etwas fokussieren. Dadurch blendest du alles andere aus. Sagt dir das “Gorilla-Experiment” etwas?

F: Ich denke nicht.

A: 7 Studenten sollten sich einen Ball zuwerfen. Eine Gruppe anderer Studenten soll dabei zählen, wie häufig sich diese den Ball zuspielen. Der leitende Psychologe Daniel Simons löst auf: 16x. Doch das war nicht wichtig. 

Wichtiger war, dass ein Student im Gorilla-Kostüm durch das Bild lief, während die Studenten sich den Ball zuspielten. Weniger als 20% von ihnen sahen den Gorilla.

F: Wie wenn ich auf mein Handy schaue.

A: Genau. Du blendest die ganze Welt aus. 

Alles wird unwichtig. Alles wird irrelevant. Alles wird ungefährlich. 

Man nennt das "anhaltende Unaufmerksamkeitsblindheit". 

Probiere es aus:

Fokussiere einen Gegenstand, deinen Atem, was auch immer. 

Je länger du etwas fokussierst, desto mehr blendest du alles drumherum aus. 

Mit Fokus habe ich ein Unternehmen in 6 Monaten von 0 auf 70.000€ Gewinn gebaut, mit Fokus habe ich in 3 Wochen ein Buch geschrieben, das innerhalb von 2 Wochen mehr als 10.000€ Gewinn erzielte. 

Fokus verstärkt, was relevant ist und blendet dadurch alles andere aus.

Daran arbeite ich fast ausschließlich mit meinen Klienten: 

An einem messerscharfen Fokus.

Bevor wir fortfahren hier ein Beispiel von zwei unserer Klienten, wie wir ihnen halfen, fokussierter zu werden:

#1 Fallstudie: CEO Michael verdoppelt seinen Gewinn

Michael kam, wie die meisten unserer Klienten, mit folgenden Problemen zu uns: 


  • Dauerhaft gestresst
  • Wenig Priorität/hohe Prokrastination
  • Stagnation im Unternehmen

Vor 6 Jahren gründete er eine Firma im Bereich Social-Media Marketing. Da er keine Grenzen setzte, keinen Rahmen hatte, wurde in seiner Wahrnehmung sehr schnell sehr vieles relevant. 


Wir setzten klare Ziele und klare Tagesstrukturen. Wir machten sehr viele Dinge irrelevant, was bedeutete, das zu Beginn sehr viele Menschen sehr verärgert waren (das ist normal, auch hierbei geben wir Unterstützung). 


Mit der Zeit änderte sich Michaels Fokus deutlich. In den Gesprächen war er gelassener, er sagte von sich aus, sein Verstand sei “klarer”. Michael schaffte mehr in weniger Zeit und hatte nun mehr qualitative Zeit für seine Tochter, die ihn jahrelang fast gar nicht mehr gesehen hatte. 

Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich in 8 Monaten um 40% auf 12.500€ pro Monat. Michael arbeitete nur noch 15 Stunden pro Woche.



#2 Fallstudie: Psychologin Julia wird effizienter und selbstständig

Julia ging es ähnlich, wie Michael. Sie war in einer psychiatrischen Klinik angestellt und völlig ausgebrannt. Da sie die Werkzeuge, die sie selbst kannte, nicht mehr umsetzen konnte, verabredeten wir uns wöchentlich. 


Wir erstellten klare Pläne für jeden Tag, 7 Tage im voraus. Gleichzeitig arbeitete Julia an ihrer Selbstständigkeit, weshalb sie die freie Zeit brauchte, um daran zu arbeiten. Sie reduzierte dank der Zustimmung ihres Chefes die Anzahl der täglichen Klienten von sieben auf fünf. In den Abendstunden erarbeiteten wir gemeinsam einen Plan, wie wir ihre Selbstständigkeit schnell und effizient antreiben konnten. 


Julia erstellte mit unserer Hilfe Anzeigen, verkaufte ein Buch wie dieses, startete den Vorverkauf für ihren Online-Kurs, gewann 100 Teilnehmer, erstellte den Kurs und gab ihn innerhalb von zwei Wochen frei. 


Aus den 100 Teilnehmern gewann sie 15 Teilnehmer, mit denen sie in Gruppen-/ und Einzelcoachings zusammenarbeitete. Der Online-Kurs erzielte 14.990€ Gewinn, die Coachings monatlich ein Einkommen von 12.000€.


Was passiert, wenn ich Komplexität reduziere?

A: Du wirst weniger defensiv-aggressiv. 

Denn der Rechner in deinem Kopf schlussfolgert: 

Ich bin weniger in Gefahr. Ich muss mich weniger vor etwas verteidigen. 

Weniger Schlangen. Weniger Monster. 

Wenn dein Rechner erkennt, dass du weniger defensiv-aggressiv bist, steigt dein Serotoninspiegel.

F: Das heißt also, nur weil ich mich auf etwas fokussiere, steigt in der Folge das Serotonin in meinem Gehirn?

A: Fast. Wir werden später noch darüber reden, was außer Fokus notwendig ist. Für jetzt musst du nur folgendes Wissen: 

Je mehr du Komplexität reduzierst, desto weniger bist du in Gefahr und desto höher dein Serotonin, das notwendig ist, um gelassener, motivierter und deutlich zielstrebiger zu werden.

F: Wie kann ich das direkt umsetzen?

A: Lese dir die folgenden Zukunftspläne durch und beantworte sie solange schriftlich, bis du nicht mehr weiterweißt. Sie schaffen sofort einen Fokus in deiner Zukunft, reduzieren dadurch Komplexität (nämlich was stattdessen alles passieren könnte und alles ist verdammt viel), du fühlst dich weniger in Gefahr und wirst dich dadurch deutlich lebendiger fühlen. Weil du es tatsächlich bist.

 

  1. Eine Sache, die du besser machen könntest

Wenn es eine Sache gäbe, die du besser machen könntest, welche genau wäre das.

 

  1. Dinge, die du lernen möchtest

Worüber möchtest du in den nächsten sechs Monaten unbedingt mehr erfahren? In zwei Jahren? In fünf Jahren?

 

  1. Deine Gewohnheiten verbessern

Welche Gewohnheiten willst du unbedingt verbessern?
Bei der Arbeit?
In der Schule?
Für deine Gesundheit?
Mit Freunden und Familie?
In Bezug auf Drogenkonsum/Rauchen/Alkohol/?

 

  1. Deine Sozialleben in der Zukunft

Freunde und Bekannte sind ein sehr wichtiger Teil eines sinnvollen, produktiven und zufriedenen Lebens. Nimm dir deshalb einen Moment Zeit, um über dein soziales Netzwerk nachzudenken. Denke darüber nach, welche Freunde du zukünftig unbedingt haben möchtest. Es macht Sinn, Freunde und Partner zu wählen, die dir gut tun. Beschreibe dein ideales soziales Leben.

 

  1. Deine Freizeitaktivitäten in der Zukunft

Nimm dir einen kurzen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, welchen Aktivitäten du außerhalb von Verpflichtungen wie Arbeit, Familie und Schule unbedingt nachgehen willst. Ohne einen Plan gehen Menschen oft dem nach, was am einfachsten ist, wie z.B. fernsehen oder verschwenden ihre private Zeit mit Social-Media usw. Wenn du 4 Stunden am Tag verschwendest, was nicht ungewöhnlich ist, dann verschwendest du 1400 Stunden im Jahr. Das entspricht 35 40-Stunden-Arbeitswochen, was fast so viel ist, wie der typische Mensch jedes Jahr in seinem Job verbringt.

  1. Dein Familienleben in der Zukunft

Nimm dir einen jetzt einen kurzen Moment Zeit, um dein Zuhause und dein Familienleben anzuschauen. Ein harmonisches Familienleben gibt uns ein Gefühl der Zugehörigkeit, Unterstützung für deine Passionen und gegenseitigen Sinn und Respekt. Beschreibe, wie deine ideale Familie aussehen würde. Du kannst beispielsweise über deine Eltern und Geschwister schreiben, oder über deine Pläne für deinen eigenen Partner, oder deine Kinder, falls es welche gibt - oder über alles gemeinsam. Welche Art von Partner wäre gut für dich? Wie könntest und solltest du die Beziehung zu deinen Eltern oder Geschwistern verbessern?


  1. Deine Karriere in der Zukunft

Unser Leben dreht sich viel um unseren Beruf. Eine gute Karriere bietet Sicherheit, Status, Interesse und die Möglichkeit, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Nimm dir deshalb einen Moment Zeit, um über deine schulische bzw. berufliche Laufbahn nachzudenken, oder über beides. Wo willst du in sechs Monaten sein? In zwei Jahren? In 10 Jahren? Und warum? Was willst du erreichen?

  1. Qualitäten anderer, die du bewunderst

Menschen, die du bewunderst, haben Eigenschaften, die du gerne besitzen oder nachahmen würdest. Das gibt dir also einen Hinweis darauf, wo du hin möchtest. Nimm dir also einen kurzen Moment Zeit, um über die zwei oder drei Menschen nachzudenken, die du am meisten bewunderst. Wer sind sie? Welche Eigenschaften besitzen sie, die du gerne hättest?

 

  1. Deine ideale Zukunft: Zusammenfassung

Jetzt hast du kurz über deine Zukunft geschrieben und hattest etwas Zeit, um über konkretere Themen nachzudenken. Dieser Schritt gibt dir die Möglichkeit, all die Dinge zu integrieren, über die du gerade nachgedacht und geschrieben hast.

Schließe deine Augen. Träume, wenn du kannst, und stelle dir deine ideale Zukunft vor:

Wer möchtest du sein?
Was möchtest du tun?
Wo möchtest du landen?
Warum willst du diese Dinge?
Wie planst du, deine Ziele zu erreichen?
Wann wirst du deine Pläne in die Tat umsetzen?


Wieso steigt mein Serotoninspiegel an, wenn ich weniger in Gefahr bin?

A: Die meisten Tiere leben in Hierarchien, in denen sie sich organisieren. 

Diejenigen, die dazu in der Lage sind, die Gruppe zu verteidigen, weil sie mental und körperlich stark sind, befinden sich in der Hierarchie oben. Alle anderen unten. 

Wir Menschen leben ebenfalls in Hierarchien, um uns gegenseitig zu helfen. 

Wer viel Energie und Geld hat, ist dazu in der Lage, die Gruppe zu beschützen und durch schwere Zeiten zu führen.

F: Aber wir leben doch nicht mehr in Gruppen, wie früher?

A: Unser Gehirn glaubt das allerdings noch. Wir lebten etwa 4 Millionen Jahre in Dominanzhierarchien. Erst seit 10.000 sind wir eigenständiger.

F: Und wieso sinkt bei denen der Serotoninspiegel, die in der Hierarchie weiter unten sind?

A: Da sie zu viele Gefahren in ihrem Leben haben. 

Sie sind wie Fische im freien Meer, der nächste Hai könnte ihr Tod sein. 

Sie haben schlichtweg keine Ressourcen. 

Sie sind häufiger krank, unter Stress, ernähren sich schlecht, bewegen sich wenig und kümmern sich nicht darum, dass all das besser wird. 

So jemanden kann eine Gruppe nicht als Anführer gebrauchen. Also reduziert das Gehirn Serotonin.

F: Und dann braucht es nur Fokus, um die möglichen Gefahren auszublenden?

A: Fast. 

Wie kann ich außerdem Komplexität reduzieren und in der Hierarchie aufsteigen?

A: Schauen wir uns kurz die Geschichte von Adam und Eva aus der Bibel an: 

Zuerst erliegt Eva ihren tierischen Begierden.

Sie isst die verbotene Frucht.

Dann gibt sie diese an Adam weiter.

Adam erwacht, das heißt, er entwickelt ein Bewusstsein.

Zum ersten Mal nimmt er wahr, dass er nackt ist.

Schamgefühle entstehen.

Adam, die Plaudertasche, gibt Eva die Schuld an allem.

Gott ist über dieses kindische Verhalten gar nicht erfreut.

Er sagt Eva, dass sie nun unter Schmerzen Kinder gebären und von Männern tyrannisiert werden soll.

Daraufhin erwacht auch sie.

Adam sagt er, dass er sich gegen andere Männer durchsetzen und unter Lebensgefahr für sich und seine Familie sorgen muss.

Verdammt.

Das Bewusstsein öffnet den beiden die Augen, buchstäblich und im übertragenen Sinne.

Sie können weit sehen, visuell und auch in die Zukunft.

Sie können nun alle Katastrophen voraussehen, die eintreten könnten, wenn sie ihr Verhalten nicht entsprechend anpassen.

Deshalb werden sie für den Rest ihres Lebens die Gegenwart für die Zukunft opfern müssen.

Sie werden Vergnügen und Sicherheit auf die lange Bank schieben müssen.

Sie werden arbeiten müssen.

Und es wird hart sein.

Dann wirft Gott, der Spielverderber, sie aus dem Paradies, aus dem triebgesteuerten Tierreich, in den Horror der menschlichen Realität.

In dieser Realität sind wir ständig dazu gezwungen für uns selbst ein besseres Mitglied zu sein.

Die Belohnung Gottes ist Serotonin, dieses Hormon, das uns ein Wohlbefinden schenkt, das mit nichts auf der Welt vergleichbar ist.

Es ist also nicht nur wichtig, ob du heute etwas zu essen hast, sondern auch nächsten Monat und nächstes Jahr. 

Deine Zukunft wird gefährlicher, je weniger Ressourcen dir dann zur Verfügung stehen. 

Und gefährlicher deine potenzielle Zukunft, desto leidvoller deine Gegenwart.

Also erhöhe deine zukünftigen Ressourcen.

F: Also geht es darum, mit Geld sparsamer umzugehen?

A: Das ist eine banale Wahrheit, ja. Je weniger du ausgibst, desto mehr hast du in der Zukunft. Es fällt dir leichter, weniger auszugeben, wenn du dein Unterbewusstsein aufgeräumt hast, denn das benutzt Geld kompensatorisch. 

Deine Energie und Zeit ist aber auch eine Ressource:

Wo solltest du Energie und Zeit investieren?

Was erhöht deine zukünftigen Ressourcen?

Was solltest du besser vermeiden, da es deine zukünftigen Ressourcen reduziert? 

Was solltest du tun, da deine Zukunft ansonsten miserabler wird, als du es ertragen könntest?

Wer das größtmögliche Opfer erbringt und sich gleichzeitig mit dem größtmöglichen Chaos konfrontiert, der muss bereit sein, etwas in sich zu töten, 

bevor er dann wiedergeboren wird, 

wobei die Konfrontation mit dem größtmöglichen Chaos alle anderen mittelgroßen und kleine Chaose ebenfalls aus dem Weg räumt. 

 

 

In welchen Situationen kann ich außerdem in Gefahr sein?

A: In zwischenmenschlichen Situationen, wenn dich jemand tyrannisiert. Wenn der Rechner in deinem Kopf berechnet, dass der andere eine Gefahr sein könnte und der Rechner des anderen berechnet, dass du dich herumschubsen lässt.

F: Das kenne ich aus vielen Situationen. Ich dachte aber, dass Wut eigentlich nie angemessen ist?

A: Wut hat zwei Hauptgründe:

  1. Du wurdest in deiner Kindheit schlecht behandelt, alleine gelassen, vernachlässigt. Dadurch entwickelst du Wut auf alle. Diese Wut überträgst du auf andere, du glaubst, das auch andere wütend sind. Auf diese Wut bereitest du dich vor, du bist ständig wütend, denn jeder könnte dich jeden Moment angreifen. Zumindest glaubst du das. Wie du das löst, hast du ja bereits gelernt, als wir über das Unbewusste gesprochen haben.
  2. Wut will, dass du eine Tyrannei beendest. Das dient dazu, dich in der Dominanzhierarchie, die du bereits kennst, neu und weiter oben zu positionieren. Wut will, dass du deinen Tyrannen in seine Schranken weist. Du sollst ihm zeigen, dass du kein Spielball bist.

F: Und was, wenn ich das nicht tue? Was, wenn ich mich nicht traue?

A: Dann hast du deine Wahl getroffen. Dein Rechner kalkuliert: Du bist in Gefahr, da ist jemand, der dich tyrannisiert. Du bist in der Hierarchie unter ihm. 

Der Rechner des anderen kalkuliert: Derjenige ist unwichtig, ich kann ihn nicht gebrauchen. Er ist in der Hierarchie unter mir.

F: Wenn andere mich tyrannisieren werde ich immer wütend. Erst gestern hat mir mein Chef gesagt, ich solle den Flur im Büro aufräumen, obwohl das nicht meine Aufgabe ist. Ich war die ganze Nacht so wütend auf ihn.

A: Du hast nicht so gehandelt, wie deine Wut es wollte. Du hast ihm nicht klar vermittelt, dass du nicht sein Spielball bist. Aus einem gewöhnlichen Chef wird jetzt in deinen Augen ein sadistischer Tyrann.

Noch mehr Gefahr in deinem Leben. Noch mehr Gründe, defensiv-aggressiv zu sein, schließlich wird er damit nicht aufhören. 

Du bist im Test durchgefallen. 

Er wird dich noch mehr tyrannisieren, du wirst ihn noch mehr hassen, du wirst ihn noch mehr als Gefahr sehen. 

Noch mehr Chaos in deinem Leben. 

Noch weniger Serotonin.

Noch weniger positive Empfindungen in der menschlichen Existenz, die hauptsächlich aus Leid besteht.