Die falsche Liebe zum Leid beenden

Die falsche Liebe zum Leid beenden

Da der Mensch sein lebenlang auferlegte Lügen lebt,

die er sich selbst immer wieder bestätigt,

gibt es keine andere Aufgabe,

als diese Lügen zu überwinden.

Es gibt nichts anderes,

was zwischen dem Menschen

und der Wahrheit liegt,

als Lügen.

Diese Lügen sind Dinge,

die ihn nicht loslassen.

Es sind Dinge,

die ihn nachts nicht einschlafen lassen.

Es sind Dinge,

über die er obsessiv nachdenkt.

Es sind Dinge,

die er seinem Psychologen sagt.

Es sind Dinge,

gegen die es "Rezepte" und "Methoden" gibt.

Es sind Dinge,

die er mit aller Kraft

loswerden möchte.

Der Mensch möchte einfach

dass die Lügen aufhören.

Er möchte frei sein.

Doch wer gibt ihm diese Freiheit?

Wo ist die Erlösung?

Er fragt,

was er tun solle.

Er probiert dieses und jenes.

Dann beklagt er sich,

dass es nicht funktioniert hat.

Daran ist nichts falsch.

Nichts ist ehrwürdiger als ein Mensch,

der die Wahrheit sucht.

Seine Intention ist rein,

er ist mutig und interessiert sich für die Wahrheit.

Mehr aber auch nicht.

Er steht zwischen zwei Ufern auf einer Brücke:

Auf der einen Seite liegt das,

was er bekommen würde,

wenn er dazu wirklich bereit wäre.

Nicht einfach nur interessiert.

Wirklich besessen.

Zwischen ihm und dieser Sache liegen Hindernisse.

Es gibt nichts,

was er gegen diese Hindernisse tun könne,

außer die absolute Besessenheit an den Tag zu legen,

sie zu überwinden.

Dann wird er sie überwinden.

Ist er nur interessiert,

werden die Hindernisse ihn überwinden.

Auf der anderen Seite des Ufers,

liegt Akzeptanz.

Hier liegt die Wahrheit des Menschen,

die er sich eingesteht,

dass er (noch) nicht bereit dazu ist,

für das zu kämpfen,

was auf der anderen Seite des Ufers liegt.

Dass er (noch) keine Ressourcen hat.

Dass er (noch) keine Bereitschaft hat.

Ihm fehlt aktuell die Besessenheit,

die dafür notwendig wäre.

Und das ist in Ordnung.

Belügt er sich,

dass er bereit wäre,

bleibt er auf der Brücke

und damit im Problem.

Ist er ehrlich zu sich selbst,

lässt er das Problem los,

indem er sich auf der einen Seite durch Aufrichtigkeit überwindet

ODER

auf der anderen Seite zugibt, dass er nicht aufrichtig genug ist.

Es gibt keinen Grund,

das Problem festzuhalten.

Es gibt keinen Grund,

auf der Brücke zu bleiben.

Die Wahrheit ist:

Es ist nicht das Problem, das den Menschen nicht loslässt. Es ist der Mensch, der das Problem nicht loslassen möchte.

___

Dein lebenlang stehst du schon hier.

Bist du weitergekommen?

Hast du wirklich bekommen, was du wolltest?

Und wenn nicht, hast du damit aufgehört, dich darüber zu beklagen und damit das Problem noch unüberwindbarer gemacht?

Die Qualität des aufrichtigen Verhaltens

und die Qualität der aufrichtigen Akzeptanz der gegenwärtigen Situation

führen dich von der Brücke.

Heraus aus dem Leid,

in das du dich verliebt hast.

Namaste.

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