Die Wahrheit über Selbstbewusstsein

Die Wahrheit über Selbstbewusstsein

Dem Menschen wird gesagt,

dass Selbstbewusstsein die Konsequenz von Selbstakzeptanz sei.

Er müsse sich einfach nur akzeptieren.

Wie alle Lügen

ist auch das nur die Teilwahrheit.

Der Mensch besteht nicht nur aus einem Anteil,

sondern aus vielen.

Liebt oder akzeptiert er den Anteil in sich,

der Verzweiflung in die Welt bringt

(also in sein Leben und das anderer)

wird dieser Anteil gestärkt.

Was ist also die Wahrheit?

Die Wahrheit ist, dass Selbstbewusstsein ein Nebeneffekt ist, kein Ziel. Man strebt es nicht an, es entfaltet sich durch Wahrhaftigkeit.

Die Wahrheit ist, dass Selbstbewusstsein entsteht, wenn sich das Selbst im Bewusstsein spiegelt. Das ist es, was das Wort bedeutet.

Die Wahrheit ist, dass das Selbst und das Bewusstsein nur Platz haben, wenn der Verstand überwunden wurde. Erst dann gelangen diese beiden Anteile in die Mitte des Menschen.

Die Wahrheit ist, dass der Mensch dann erst aufhört, seinen Verstand auf andere zu projezieren. Er hört auf, sich durch seinen Verstand in andere hineinzuversetzen und wird dadurch selbstbewusst.

Der wahrhaftige Mensch lebt sein Selbst im Spiegel des Bewusstseins aus.

Das ist sein Gott.

Er stellt es über alles andere,

auch und ganz besonders über die Worte anderer.

Er erhebt sich nicht über sie,

er verurteilt sie nicht,

er nutzt sie nicht für seine Zwecke aus.

Den Verstand zu lieben ist Narzissmus.

Sein Selbst zu leben ist Wahrhaftigkeit.

Den Verstand zu lieben bedeutet nicht nur unendliches Leid und Probleme.

Es bedeutet auch,

allen anderen Menschen,

die eigenen Eigenschaften zuzuschreiben.

Das ist eine der mächstigsten Waffen des Verstandes:

Sich zu externalisieren, um von sich abzulenken.

Ein Beispiel:

"Ich verurteile, also verurteilen andere Menschen auch. Sie verurteilen also auch mich."

Die Konsequenz ist mangelndes Selbstbewusstsein.

Der Mensch sieht sich selbst durch die Augen anderer,

und er sieht sich durch einen Filter,

der ein Spielchen spielt.

Ein Ablenkungsmöver.

Ein Katz-Und-Maus-Spiel.

Ein internes Drama,

in dem es nur einen Verlierer gibt:

Derjenige,

der die Kontrolle über den anderen übernimmt.

Wenn der Mensch dem Verstand seine Lügen erlaubt,

wenn er ihm erlaubt,

ihn als Gefangenen zu nehmen,

ist er verdammt.

Namaste.

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